Stadt Düsseldorf, ab 16.05.2022, 30 Tage

Heinrich-Heine-Institut

"Rebellin des Jugendstils": Sonderausstellung im Heinrich-Heine-Institut zu Ilna Ewers-Wunderwald

05.02.2022 - 22.05.2022
Mahn- und Gedenkstätte für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft in Düsseldorf

#WeRemember. Düsseldorferinnen und Düsseldorfer erinnern sich

24.02.2022 - 20.06.2022
Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf

Das VorBild der Gegenwart - Düsseldorfer Stadtansichten 1835-2021

05.04.2022 - 29.05.2022
K.I.T. - Kunst im Tunnel

Der Bogen im Auge

05.03.2022 - 12.06.2022
K20 K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen - K21 Kunstsammlung im Ständehaus

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09.04.2022 - 25.09.2022
K20 K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen - K20 Kunstsammlung am Grabbeplatz

Die Sammlung. Befragen und Weiterdenken

06.07.2021 - 01.01.2023
Hetjens-Museum - Deutsches Keramikmuseum

Dieter Nuhr: Reisezeit – Zeitreisen

15.03.2022 - 31.07.2022
Kunsthalle Düsseldorf

Happiness Is a State of Mind

26.03.2022 - 22.05.2022
Hetjens-Museum - Deutsches Keramikmuseum

Im Auge des Drachen – Keramik aus Vietnam und Thailand

28.04.2022 - 28.08.2022
Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf

Man muss sich an morgen erinnern – 40 Jahre Theater an der Ruhr

23.04.2022 - 24.07.2022
NRW-FORUM Düsseldorf

PORTRÄT. Fotografien von Matthias Schaller

11.02.2022 - 22.05.2022
NRW-FORUM Düsseldorf

Subversives Design

11.02.2022 - 22.05.2022
K20 K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen - K20 Kunstsammlung am Grabbeplatz

The Skin of ALL

19.03.2022 - 17.07.2022
Stiftung Schloss und Park Benrath - Museum für Gartenkunst

Zitrusmanie. Goldene Früchte in fürstlichen Gärten

07.04.2022 - 18.09.2022
Mahn- und Gedenkstätte für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft in Düsseldorf

zwangs sterilisiert. Eingriffe in die Menschenwürde in Düsseldorf 1934-1945

01.02.2022 - 06.06.2022

Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf

Besucheranschrift

Berger Allee 2
40213 Düsseldorf

Postanschrift

Berger Allee 2
40213 Düsseldorf

Tel.:

(0211) 8996170

Fax:

(0211) 8994019
  • Museum bietet: Regelmäßige Führungen
  • Museum bietet: Voll Rollstuhlzugänglich
  • Museum bietet: Führungen für Kinder/Jugendliche
  • Museum bietet: Führungen für Sehbehinderte
  • Museum bietet: Newsletter
  • Museum bietet: Führungen für geistig Geforderte
  • Museum bietet: Führungen für Menschen mit demenziellen Veränderungen
  • Museum bietet: Führungen für Senioren
  • Museum bietet: Behindertenparkplatz vorhanden
  • Museum bietet: Führungen für Gehbinderte
  • Museum bietet: Museumsshop
  • Museum bietet: Führungen für Familien
  • Museum bietet: Führungen für Hörbehinderte
  • Museum bietet: Behinderten-WC

Geschichte der Dinge. Zur Herkunft von Objekten in nordrhein-westfälischen Sammlungen
09.01.2022 - 06.03.2022

Ausstellung

Beschreibung

Das Stadtmuseum Düsseldorf präsentiert vom 9. Januar bis zum 6. März die Ausstellung "Geschichte der Dinge. Zur Herkunft von Objekten in nordrhein-westfälischen Sammlungen". Thema der Wanderausstellung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist die Provenienzforschung, das Erforschen der Herkunft und der Geschichte von Objekten. Die Schau bietet den Besucher*innen Gelegenheit, die Provenienzforschung in all ihren Aspekten kennenzulernen. Zahlreiche nordrhein-westfälische Museen haben die Ausstellung mit Leihgaben unterstützt, so auch das Stadtmuseum Düsseldorf.

Zur Ausstellung
Der Fall Gurlitt, Bronzen aus dem ehemaligen Königreich Benin oder die Elgin Marbles von der Akropolis – diese Aufzählung macht die Spannbreite aktueller Provenienzforschung deutlich. Während bei vielen Ausstellungen zum Thema Provenienzforschung meist nur ein Sammlungsbereich, ein Sammler oder ein Museum im Fokus steht, widmet sich die LWL-Ausstellung erstmals in Deutschland dem gesamten Themenbereich: Insgesamt zehn Kapitel beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Entzugskontexten wie zum Beispiel NS-verfolgungsbedingtem Entzug, Kolonialismus oder DDR-Unrecht, mit verschiedenen Objektgruppen wie Judaika, aber auch mit Akteuren und Strukturen. Die zentrale Frage lautet: Woher kommt das Objekt? Dabei kann die LWL-Ausstellung mit 50 Leihgaben nicht immer Antworten oder konkrete Lösungen präsentieren. Die Ausstellungsobjekte laden die Besucher*innen dazu ein, sich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Anhand der Leihgaben aus Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus erzählt die Ausstellung Lebens- und Erwerbsgeschichten, die schwierige Kapitel der deutschen Geschichte berühren. Die Ausstellungsvorbereitung selbst ist ein Beispiel dafür, wie die aktive Auseinandersetzung positive Zeichen setzen kann: "Angestoßen durch eine Leihanfrage von uns konnte die Herkunft eines rituellen jüdischen Sedertellers im Hellweg-Museum in Unna recherchiert werden. Die kontaktierten rechtmäßigen Eigentümer bestimmten schnell, dass er als Dauerleihgabe im Museum verbleiben soll", erzählt Ausstellungskuratorin Ute Christina Koch.

Nicht immer führen Recherchen jedoch so zuverlässig zu einem Ergebnis. Eine schwarze Münzkassette und die in ihr befindlichen Münzen, Medaillen und Plaketten werfen im Stadtmuseum Düsseldorf vielschichtige Fragen zur Provenienz auf. "Silbermünzen aus jüdischem Besitz" wurden 1939 als Zugang im Inventarbuch des Stadtmuseums Düsseldorf eingetragen. Ein NS-verfolgungsbedingter Entzug ist höchst wahrscheinlich, doch weder lassen sich die Münzen des Konvoluts heute eindeutig identifizieren noch deren Vorbesitzer feststellen. "Die aus verschiedenen europäischen Staaten stammenden Münzen spielten für das Sammlungsprofil des Stadtmuseums in der Vergangenheit offensichtlich keine Rolle. Daher wurden sie bis in die 1990er-Jahre nur als Tauschobjekte genutzt", fasst die stellvertretende Leiterin des Stadtmuseums, Sigrid Kleinbongartz, ihre Forschungen zusammen. Heutzutage wäre ein solcher Umgang undenkbar. "Es bleibt die Hoffnung, dass im Zuge weiterer kritischer Prüfungen mehr Licht in diesen ungewöhnlichen Fall gebracht werden kann." Die Münzkassette wird im Rahmen der LWL-Ausstellung gezeigt.

Weitere Objekte der Ausstellung stehen stellvertretend für kritisch zu prüfende Provenienzen. So stammt aus dem Museum Wilnsdorf (Kreis Siegen Wittgenstein) der Gedenkkopf eines Oba, des politischen und rituellen Oberhauptes im Königreich Benin, mit einer allerdings unbedenklichen Herkunft. Dieser wurde vermutlich Mitte des 20. Jahrhunderts in Nigeria hergestellt.

"Mit dieser Ausstellung wollen wir die Besucherinnen und Besucher ermutigen, sich mit diesem Thema, ob im eigenen Lieblingsmuseum oder zu Hause, auseinanderzusetzen", so Kuratorin Verena Burhenne. "Gerade abseits der 'großen Kunst' übersieht man schnell, dass auch hier ein verfolgungsbedingter Entzug möglich ist", ergänzt Kuratorin Dr. Ute Christina Koch. "Uns war von Anfang an wichtig, möglichst die ganze Bandbreite darzustellen, also verschiedene Entzugskontexte oder auch Objektgruppen bis hin zu Alltagsgegenständen."
In Ergänzung zur Ausstellung wird im Februar 2022 eine digitale Tagung des Landschaftsverbands Rheinland in Kooperation mit dem Stadtmuseum Düsseldorf zu aktuellen Themen der Provenienzforschung stattfinden. Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit der Anmeldung gibt es in Kürze auf der Website der LVR-Museumsberatung.

Begleitende App
Zur Ausstellung ist eine App verfügbar, mit der sich auch außerhalb der Museen Näheres zu allen Themenbereichen und Kapiteln erfahren lässt. Die App stellt (fast) alle Objekte vor und ergänzt sie um begleitende Dokumente wie Fotos und Briefe. Diese liefern weitere Hintergrundinformationen zu Herkunft, Vorbesitzern und den Wegen, die diese Exponate genommen haben. Des Weiteren stellt die App auch begleitende Handreichungen und Leitfäden zur Provenienzforschung zur Verfügung. Ein Katalog vertieft und erweitert die Themenbereiche und zeigt ausgewählte Ausstellungsobjekte. Die App ist für Android und iOS kompatibel und kann in den entsprechenden Stores kostenlos heruntergeladen werden. Der Katalog zur Ausstellung ist im Stadtmuseum zum Preis von 15,90 Euro erhältlich.

Ausstellungskonzeption
Die Wanderausstellung haben Ute Christina Koch und Verena Burhenne vom LWL-Museumsamt für Westfalen geplant und organisiert. Annika Flamm von der LVR-Museumsberatung hat die Inhalte des Medientisches zu den Bergungsorten in Nordrhein-Westfalen beigesteuert. Im Stadtmuseum Düsseldorf steht die stellvertretende Leiterin Sigrid Kleinbongartz als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Provenienzforschung im Stadtmuseum Düsseldorf
Die Provenienzforschung gehört zu den grundlegenden Museumsaufgaben, denen sich das Stadtmuseum Düsseldorf aktuell in unterschiedlichen Formaten annimmt. In Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Provenienzforschung führt das Museum einen Erstcheck seiner Zugänge der Jahre 1933 bis 1945 durch. In der Sonderausstellung "Entrechtet und beraubt. Der Kunsthändler Max Stern" (noch bis zum 30. Januar zu sehen) nimmt die Darstellung der Ergebnisse der Provenienzforschung wie speziell des NS-verfolgungsbedingten Entzugs eine zentrale Stelle ein. Die Abteilung Bildung bietet einen Workshop zur Provenienzforschung an, der Schülerinnen und Schüler wie Erwachsene zur praktischen Arbeit einlädt.

Link zur Ausstellung:

www.duesseldorf.de/stadtmuseum

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Kalender