Stadtmuseum Düren

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In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt
05.09.2021 - 01.12.2021

Ausstellung

Beschreibung

In der Ausstellung „In Düren zu Hause – Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt“ werden die umfangreichen und verblüffenden Ergebnisse des gleichnamigen zweijährigen Forschungsprojektes präsentiert. Ermöglicht wurde all dies durch die finanzielle Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Essen.

In Düren leben heute mehr als 140 verschiedene Nationen zusammen. Schon immer hat die Stadt an der Rur vom Zuzug neuer Bürger*innen aus dem In- und Ausland profitiert. Durch die Jahrhunderte bis heute haben diese Menschen, für die Düren ein neues Zuhause wurde, ihre Spuren hinterlassen und tun es noch. Düren wäre nicht Düren ohne sie. Dennoch sind die Themenfelder von historischer und aktueller Migration sowie kultureller Vielfalt noch niemals umfassend aufgearbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Dies möchte das Stadtmuseum Düren ändern und nicht nur zur Wissensvermehrung rund um das Thema Migration beitragen, sondern auch einen Ort der Begegnung schaffen, der eine Annäherung zwischen den verschiedenen Einwohnerinnen und Einwohnern Dürens ermöglicht. Mit der Ausstellung soll deutlich gemacht werden, dass die Migration nach Düren, die Integration von Neubürgerinnen und Neubürgern und die damit verbundenen Chancen und Sorgen keineswegs als Phänomene des 20. und 21. Jahrhunderts zu verstehen sind. Im Gegenteil: Der Zuzug von Menschen aus verschiedensten Ländern und kulturellen Kontexten hat Düren schon immer geprägt und die Entwicklung unserer Stadt maßgeblich (positiv) beeinflusst.

Historische Bereiche über die wichtigsten Düren-spezifischen Migrationsströme der Vergangenheit - z. B. über Arbeitsmigration im 19. und frühen 20. Jahrhundert und Zwangsarbeiter im Krieg - bilden die Basis für den Kern der Ausstellung: die jüngere Vergangenheit sowie Gegenwart und Zukunft. Dabei rücken zunächst innerdeutsche Migrationsströme nach dem Zweiten Weltkrieg in den Fokus; außerdem die für Düren jahrzehntelang so bedeutungsvolle Belgische Garnison, die zahlreiche belgische Soldaten und deren Familien nach Düren brachte, von denen einige bis heute geblieben sind.

Auch die Arbeitsmigration in Form der "Gastarbeiter", die ab den 1960er Jahren in hoher Zahl in die vielen Industriebetriebe Dürens strömten, ihre Familien mitbrachten und vielfach bis heute hier leben, nimmt einen breiten Raum ein. Wie und wo haben diese Menschen gewohnt? Wie sah die Schulbildung ihrer Kinder aus? Welche Auswirkungen hatte der Zuzug dieser Menschen auf den Dürener Lebensmittelhandel und die lokale Gastronomie? Zahlreiche Sportvereine wurden von Dürener "Gastarbeitern" gegründet, einige von ihnen bestehen bis heute, so der Türkische SV, der älteste türkische Fußballverein dieser Art in NRW. In welchen Bereichen hat die Stadt außerdem Veränderung und Beeinflussung erfahren? All diesen Fragen wird in der Ausstellung detailreich nachgegangen. Weitere Themenbereiche behandeln das Schicksal der sogenannten "Boat People" - vietnamesischer Kriegsflüchtlinge, die Anfang der 1980er Jahre nach Düren kamen und hier eine neue Heimat fanden. Wie hat sich die Willkommenskultur seit dieser "Flüchtlingskrise" gewandelt, blickt man etwa auf Balkanflüchtlinge oder junge Südeuropäerinnen und Südeuropäer, die im Zuge der Eurokrise nach Düren gelangten? Auch die "Flüchtlingskrise" von 2015 wird thematisch einen breiten Raum einnehmen.

Ein weiterer Abschnitt der Ausstellung befasst sich mit den Gemeinschaften der Sinti und Roma in Düren - ebenfalls ein bislang noch überhaupt nicht erforschter, aber z. T. seit Jahrhunderten integraler Bereich der Dürener Stadtgesellschaft. Auch die verschiedenen Glaubensgemeinschaften, die im heutigen Düren vorhanden sind, finden Erwähnung. Persönliche Berichte über die Erfahrungen mit Alltagsrassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie eine Darstellung der heutigen Situation von Integration und Migration mit einem Ausblick in die Zukunft runden die Ausstellung ab. Eine Ergänzung bildet ein Bereich, in dem junge Dürenerinnen und Dürener aus Familien mit Migrationshintergrund berichten, was es für sie bedeutet, in verschiedenen Kulturen zu Hause zu sein und welchen Formen von Diskriminierungen sie im Alltag regelmäßig ausgesetzt sind.

Zahlreiche Interviews mit Zeitzeug*innen ergänzen die historischen Recherchen und geben vielen der erforschten Migrationsströmungen ein ganz persönliches Gesicht. Die einzelnen Abschnitte können damit durch Exkurse erweitert werden, in denen vom Projektteam interviewte Zeitzeug*innen aus den verschiedenen Themenbereichen ihre ganz persönlichen Geschichten erzählen und der Thematik damit ihre Stimme und ihr Gesicht verleihen. Verschiedenste Darstellungsformen und Medien sprechen nicht nur alle Sinne, sondern auch verschiedene Altersgruppen an.

Link zur Ausstellung:

www.stadtmuseumdueren.de/

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