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LOCATION:Synagogenplatz 1\, 45468 Mülheim an der Ruhr
DESCRIPTION:Unterwegs zu Kunst und Kultur im öffentlichen Raum heißt es nun auch in diesem Sommer. Im Mittelpunkt der StadtKunstTour 2 „Kunst im Zusammenspiel zwischen Natur und Architektur“ steht ein Kunstwerk des international renommierten Mülheimer Filmemachers Werner Nekes. \n\nNahe der Mülheimer Innenstadt an Bergstraße unterhalb der Kfar-Saba-Brücke befinden sich die Kegelanamorphosen.\nDas Kunstwerk besteht aus zwei bemalten Betonfeldern, in deren Mitte je ein Stahlkegel errichtet ist. Von der Brücke aus lässt sich jeweils ein Bild als anamorphotische Spiegelung im Kegel erkennen: ein Kleeblatt und eine Nelke. Auf der Brücke weisen die Schriftzüge Anamorphosen in beiden Richtungen auf die Kunstwerke hin.\nErrichtet im Jahr 1992 anlässlich der Landesgartenschau, erstrahlen die Felder nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten seit 2020 in ihrer ursprünglichen Farbigkeit. Werner Nekes war leidenschaftlicher Sammler historischer optischer Objekte. Die Entwicklung der Camera Obscura als Hilfsmittel für Künstler, die Gesetze der Perspektive zu erforschen, faszinierte ihn. Einen Schwerpunkt seiner Sammlung bilden Anamorphosen.\nBereits seit dem 15. Jahrhundert beschäftigten sich Künstler mit der Frage, wie sich der dreidimensionale Raum auf einer zweidimensionalen Fläche abbilden lässt. Mit der Reflektion über den Sehvorgang führten auch die Abweichungen von den üblichen Darstellungen zur Hinterfragung der Gültigkeit des Erkennens. So wurden Vorrichtungen und Hilfsmittel entwickelt, die optische Verzerrungen und Verschlüsselungen ermöglichten. Zur Sammlung Nekes gehören Zeichnungen einer Nelke und eines Kleeblattes aus dem Jahr 1720, die als Inspiration und Vorlage für die beiden Anamorphosen dienten. Es handelt sich um sogenannte katroptische Anamorphosen, das heißt, die Zeichnungen sind kryptisch; das Abgebildete wird nur mit Hilfe eines kegelförmigen Spiegels erkennbar.\nWas in der Zeichnung im Kleinen funktioniert, überträgt Nekes als räumlich-erfahrbare Plastik in den Außenraum. Von der Stadt in Richtung Schloss Broich, bilden die Kegelanamorphosen einen optischen und inhaltlichen Hinweis auf die Camera Obscura – das Museum zur Vorgeschichte des Films, das sich dort im ehemaligen Wasserturm befindet. Nekes war Ideengeber und Initiator für die Errichtung einer Camera Obscura im Wasserturm auf dem Gelände der Landesgartenschau.\n\nAllgemeine Information und Anmeldung\nKosten: 4,00 Euro pro Person (ermäßigt 2,00 Euro)\nKarten für die Touren können vorab an der Museumskasse erworben werden.\n\nKontakt\nTelefon: 0208 455 4138 oder 0208 455 4171\nEmail: elke.morain@muelheim-ruhr.de
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SUMMARY: StadtKunstTour 2: „Kunst im Zusammenspiel zwischen Natur und Architektur“
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