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LOCATION:Universitätsstr. 100\, 50674 Köln
DESCRIPTION:Die Kabinettausstellung zeigt Keramiken und Lacke sowie Malerei und Kalligrafie, die von der Wertschätzung des Teetrinkens in China zeugen. Daneben stand der Genuss von Wein aus vergorenem Getreide seit dem späten Neolithikum hoch im Kurs. Doch während der Wein berauschte, machte der Genuss vieler Schalen Tees „trunken an Nüchternheit“.\n\nDas Museum präsentiert Opfergefäße für Wein aus Bronze und Keramik, die im Ahnenkult Verwendung fanden. Die stimulierende Wirkung von Wein, aber auch die kreative Inspiration, die das Teetrinken erzeugt, wurde in der Dichtung der Tang-Dynastie (7.–9. Jahrhundert) gepriesen. Exzentrische Künstler der Ming- und Qing-Dynastie (14. – frühes 20. Jahrhundert) kalligrafierten die berühmten Gedichte mit schwungvollem Pinsel. Die exquisite chinesische Teekeramik und der pulverisierte, schaumig geschlagene grüne Tee entwickelten sich in den Chan- (J. Zen-) buddhistischen Klöstern und in den Kreisen der Literatenelite der Song Dynastie (10.–13. Jahrhundert). Die japanischen Mönche, die zum Studium des Chan-Buddhismus nach China pilgerten, brachten die Kunst des Teetrinkens nach Japan, wo sie im 16. Jh. von dem Teemeister Sen no Rikyu vollendet wurde. Der Ursprung der japanischen Teezeremonie liegt somit in China. Auch im modernen China sind Wein und Tee wieder en vogue: neben dem Wein aus gekelterten Trauben, berauscht man sich auch an sündhaft teuren Tees, wie Pu-erh, Weißem Tee oder Baozhong Tee.\n\n
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SUMMARY:Trunken an Nüchternheit. Tee und Wein in der chinesischen Kunst
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