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LOCATION:Bismarckstr. 90\, 40210 Düsseldorf
DESCRIPTION:2012 unternahm der Mannheimer Fotograf Artjom Uffelmann eine fotografische Expedition ins historische Siedlungsgebiet der Wolgadeutschen und hielt ihre architektonischen Hinterlassenschaften auf belichteten Glasplatten fest. Uffelmann arbeitet ausschließlich mit Mitteln der Ambrotypie ("Kollodiumnassplattenverfahren"), einem fotografischen Verfahren, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weit verbreitet war. In dieser Zeit entstanden auch die sakralen Bauten der Wolgadeutschen im früheren Russischen Reich. Kirchen bildeten bis zur Oktoberrevolution den wichtigsten Identitätsanker der deutschen Siedler in Russland, da sie über ihre Aufgaben der Seelsorge hinaus weite Teile des Schulwesens und der kommunalen Selbstverwaltung bestimmten. Mit dem Einzug der Sowjetmacht richtete sich der staatliche Terror unvermittelt gegen die Kirchen und den Stand der Geistlichen. 1941 wurde die Wolgadeutsche Republik schließlich mit dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion aufgelöst. Die Ambrotypien sind Leihgaben des Museums für Russlanddeutsche Kulturgeschichte Detmold und werden im Rahmen der "Russlanddeutschen Kulturtage 2019" gezeigt.\n\nAusstellung im Foyer Eichendorff-Saal\n\nIn Kooperation mit dem Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte
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SUMMARY:Vergessene Zivilisation – die Kirchen der Wolgadeutschen. Ambrotypien von Artjom Uffelmann
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