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LOCATION:Cäcilienstr. 46\, 50667 Köln
DESCRIPTION:Die Wertschätzung von Glas spiegelt sich in einem Gedicht des 2./3. Jahrhunderts, in dem emphatisch beschrieben wird, wie das Rohglas vor dem Ofen den „göttlichen Atem des Hephaistos empfängt“. Produktion und Verarbeitung des einzigen künstlich erzeugten Stoffes, den die Antike kannte, schien den Zeitgenossen bewundernswert.\n\nDie Rezeptur von Glas, der Sand, Kalk und Natron zugrunde liegen, blieb Jahrhunderte lang nahezu unverändert. Die bei hohen Temperaturen erzeugte Glasschmelze wurde durch Zugabe verschiedener Metalloxide eingefärbt, die Rohglasmasse bei Temperaturen um 700°C auf vielfältige Weise weiterverarbeitet.\n\nIm honigzähen Zustand ist Glas leicht formbar: Man kann es walzen, schneiden, pressen oder aufblasen. Glasmacher experimentierten bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. in Ägypten und Mesopotamien mit der heißen Masse. Großer Beliebtheit erfreuten sich die Sandkerngefäße – jedes einzelne eine aufwendige Einzelanfertigung.\n\nUm 50 v. Chr. gelang es in der Levante einer Glashütte, Glasmasse pneumatisch aufzutreiben. Mit Hilfe der Glasmacherpfeife konnten Glasgefäße nun kostengünstig in großen Stückzahlen produziert werden. Glasmacher errichteten dann auch im Westen des Römischen Reiches Glashütten – beispielsweise in Köln. Sie schufen ein breites Sortiment an hochkarätigem, vollkommen transparentem Glas, von der Medizinflasche über Ess- und Trinkgeschirr bis zur Urne für den Leichenbrand. Manche Glashütten arbeiteten in tradierter Art, andere entwickelten einen speziellen Dekor - beispielsweise den berühmten „Kölner Schnörkel“.\n\nDie in den 1970er Jahren in Köln zusammen getragene Privatsammlung insbesondere von Glasgefäßen aus dem Mittelmeerraum bereichert und ergänzt die herausragenden Bestände an antikem Glas des Römisch-Germanischen Museums, die zu einem erheblichen Teil aus Kölner Boden stammen.
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SUMMARY:Kabinettausstellung: Geformt mit göttlichem Atem. Antike Glaskunst aus einer Kölner Privatsammlung
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