Stadt Düsseldorf, ab 29.06.2022, 30 Tage

Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf

1904 bis 1947: Wandel zwischen Aufbruch & Archiv

03.06.2022 - 30.08.2022
Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum

4074 Tage – Tatorte der NSU-Morde

06.05.2022 - 13.08.2022
Goethe-Museum Düsseldorf/Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung

aufbewahren: Studentische Ideen für ein Archivgebäude als Erweiterungsbau des Goethe-Museums

21.05.2022 - 24.07.2022
Kunsthalle Düsseldorf

Conrad Schnitzler "Manchmal artet es in Musik aus"

11.06.2022 - 14.08.2022
K20 K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen - K21 Kunstsammlung im Ständehaus

Dialoge im Wandel. Fotografien aus The Walther Collection

09.04.2022 - 25.09.2022
K20 K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen - K20 Kunstsammlung am Grabbeplatz

Die Sammlung. Befragen und Weiterdenken

06.07.2021 - 01.01.2023
Hetjens-Museum - Deutsches Keramikmuseum

Dieter Nuhr: Reisezeit – Zeitreisen

15.03.2022 - 31.07.2022
Goethe-Museum Düsseldorf/Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung

Goethe und Beethoven

12.04.2022 - 14.08.2022
Hetjens-Museum - Deutsches Keramikmuseum

Im Auge des Drachen – Keramik aus Vietnam und Thailand

28.04.2022 - 28.08.2022
Stiftung Schloss und Park Benrath - Corps de Logis

KURFÜRSTLICHE ZEITMESSER. DIE UHRENSAMMLUNG VON SCHLOSS BENRATH

13.05.2022 - 28.02.2023
Kunstpalast

LANDSBERG-PREIS: ALEX WISSEL

11.06.2022 - 17.07.2022
Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf

Man muss sich an morgen erinnern – 40 Jahre Theater an der Ruhr

23.04.2022 - 24.07.2022
K.I.T. - Kunst im Tunnel

off the beaten rack

25.06.2022 - 18.09.2022
K20 K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen - K20 Kunstsammlung am Grabbeplatz

The Skin of ALL

19.03.2022 - 17.07.2022
Kunsthalle Düsseldorf

Yael Efrati, Asta Gröting, Monika Sosnowska - City Limits

11.06.2022 - 14.08.2022
Stiftung Schloss und Park Benrath - Museum für Gartenkunst

Zitrusmanie. Goldene Früchte in fürstlichen Gärten

07.04.2022 - 18.09.2022

Heinrich-Heine-Institut

Besucheranschrift

Bilker Str. 12-14
40213 Düsseldorf

Postanschrift

Bilker Str. 12-14
40213 Düsseldorf

Tel.:

(0211) 8992902 oder 8995571

Fax:

(0211) 8929044
  • Museum bietet: Nicht Rollstuhlzugänglich
  • Museum bietet: Museumsshop

"Rebellin des Jugendstils": Sonderausstellung im Heinrich-Heine-Institut zu Ilna Ewers-Wunderwald
05.02.2022 - 22.05.2022

Ausstellung

Beschreibung

Nach rund 100 Jahren zeigt das Heinrich-Heine-Institut das Werk der Malerin, Zeichnerin und Illustratorin Ilna Ewers-Wunderwald (1875-1957) wieder in ihrer Geburtsstadt. Zuletzt war es 1923 in einer kleinen Schau im Düsseldorfer Kunstpalast zu sehen. Die Sonderausstellung des Heine-Instituts "Ilna Ewers-Wunderwald: Rebellin des Jugendstils" bietet den Besucher*innen vom 5. Februar bis 22. Mai die Gelegenheit, eine Auswahl ihrer Arbeiten unterteilt in die Sektionen Unterwasser-Welten, Tiere, Pflanzen und Indien zu betrachten.

Neu zu entdecken sind exotisch-traumverlorene Zeichnungen zwischen Feder, Tusche und leuchtender Wasserfarbe, die heutige Kunstschaffende auf vielfältige Weise inspirieren. Anhand von Nachlassmaterialien widmet sich die Ausstellung zudem der Kabarettdarstellerin, Modedesignerin und Weltreisenden. So werden teilweise noch nie öffentlich gezeigte Nachlassmaterialien wie etwa das Tagebuch, das Ewers-Wunderwald während einer Indien-Reise führte, zahlreiche Fotografien, Buchillustrationen, Briefe oder ihre früheste erhaltene gestalterische Arbeit aus dem Jahr 1903 präsentiert.

Darüber hinaus bietet eine Medienstation audiovisuelle Einführungen in Leben und Werk sowie die mutmaßliche Aufnahme von Ilna Ewers-Wunderwalds Stimme im Rahmen eines Kabarett-Stücks (1901). Hinzu kommen filmische Werkstattberichte, die verdeutlichen, dass Ewers-Wunderwald Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Stilrichtungen zu Auseinandersetzungen mit ihrem Werk inspiriert: So führt der Kunstschmied und Bildhauer Gösta Gablick zwei Motive Ewers-Wunderwalds in der Skulptur "Der fliegende Fisch", die auch in der Ausstellung zu sehen ist, auf spektakuläre Weise zusammen. Die Illustratorin Leonie Gizinski verfasst derzeit eine exklusive Graphic Novel über Ilna Ewers-Wunderwald. Sie dokumentiert den Entstehungsprozess dieses Projekts, das einer lange in Vergessenheit geratenen Düsseldorfer Künstlerpersönlichkeit mehr Sichtbarkeit verschafft.

Zu Ilna Ewers-Wunderwald
300 Meter vom Heinrich-Heine-Institut entfernt, in der Benrather Straße 18, wird Karoline Elisabeth Wunderwald am 7. Mai 1875 geboren. Früh offenbaren sich künstlerisches Talent sowie ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Da Frauen ein Kunststudium verwehrt bleibt, verfeinert Ilna Ewers-Wunderwald, wie sie sich seit der Heirat mit dem Schriftsteller und Filmemacher Hanns Heinz Ewers (1871–1943) nennt, ihre zeichnerischen Fähigkeiten autodidaktisch.

An bürgerlichen Lebensformen hat sie keinerlei Interesse. In Anlehnung an die Titelheldin aus dem von ihr übersetzten Théophile-Gautier-Roman "Mademoiselle de Maupin", trägt sie – 20 Jahre, bevor es in der Damenmode populär wird – einen Kurzhaarschnitt und raucht. Als Schauspielerin und Sängerin des Kabaretts "Überbrettl" steht sie auf europäischen Bühnen; sie macht sich als Buchillustratorin einen Namen, entwirft avantgardistische Kleider, ist Teil der Freikörperkultur auf Capri. Dort zeichnet Ewers-Wunderwald auch erste vom Meer angeregte Motive.

Überhaupt sammelt sie vielfältige Eindrücke: mit ihrem Mann bereist sie sämtliche Kontinente, als künstlerisch besonders nachhaltig erweist sich ein Indien-Aufenthalt im Jahr 1910. Kurz darauf wird die Ehe geschieden. Zunächst lebt Ewers-Wunderwald in Leipzig, wiederholt in Düsseldorf. Es folgt der Versuch einer Weltreise zu Fuß. Derweil geraten ihre Bilder, die in der Berliner Secession, der Münchener Secession, der Grossen Berliner Kunstausstellung oder im Düsseldorfer Kunstpalast gezeigt wurden, zunehmend in Vergessenheit. 1936 zieht sie mit ihrer Partnerin, der Bildhauerin Ellie Unkelbach, an den Bodensee. Die Verbindungen in die Heimatstadt, insbesondere zu vom NS-Regime verfolgten Freundinnen und Freunden, wie dem Rechtsanwalt und späterem Mitbegründer der Heinrich-Heine-Gesellschaft Friedrich Maase (1878-1959), reißen jedoch nie ab.

Ilna Ewers-Wunderwald stirbt am 29. Januar 1957 in Allensbach. Das Grab ist nicht mehr erhalten. Überliefert sind hingegen zahlreiche Werke. Beeinflusst von der Naturforscherin Maria Sibylla Merian (1647–1717) und dem britischen Illustrator Aubrey Beardsley (1872–1898), gelingen Ewers-Wunderwald mit ungemein präzis-dichter Linienführung beinahe mikroskopische Naturbehandlungen sowie eigenwillige Fantastik.

Link zur Ausstellung:

www.duesseldorf.de/heineinstitut/

Download Kalenderdaten:

Kalender