Bundeskunsthalle

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Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert
16.02.2021 - 16.05.2021

Ausstellung

Beschreibung

Das 20. Jahrhundert sei ohne Hannah Arendt gar nicht zu verstehen, meinte der Schriftsteller Amos Elon. Arendt prägte maßgeblich zwei Begriffe: „totale Herrschaft“ und „Banalität des Bösen“. Sie äußerte sich über Totalitarismus, Antisemitismus, die Lage von Flüchtlingen, den Eichmann-Prozess, Zionismus, die „Rassentrennung“ in den USA, Studentenproteste und Feminismus. Nichts davon ist heute abgeschlossen.

Im Fokus der Präsentation steht Hannah Arendt als politische Denkerin und Intellektuelle, die das Wagnis der Öffentlichkeit nicht scheute. Hannah Arendt ging es in ihrem Denken um politische und historische Urteilskraft. Ihre Urteile sind eigensinnig, oft strittig und immer anregend. Arendt berief sich auf kein Programm, keine Partei, keine Tradition. Das macht die Einordnung ihres Denkens schwierig und zugleich interessant: War sie eine Linke? Eine Liberale? Eine Konservative?

Die Ausstellung folgt Arendts Stellungnahmen über das 20. Jahrhundert. Sie beleuchtet ihre Kontroversen. Als zentrales wiederkehrendes Element der Ausstellung führt eine Hörcollage durch Arendts Urteile und die daraus entstandenen Debatten, etwa zur Politik der „Rassentrennung“ in den USA, zu ihrem Bericht über den Eichmann-Prozess und den internationalen Studentenprotesten der 1960er Jahre.

Die Ausstellung zeigt neben vielen Objekten historische Film- und Rundfunkaufnahmen mit Hannah Arendt sowie zahlreiche aktuelle Filminterviews u. a. mit der Philosophin Ágnes Heller, mit dem Politiker Daniel Cohn-Bendit und der Kulturwissenschaftlerin Stefanie Lohaus.

Link zur Ausstellung:

www.bundeskunsthalle.de

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