Stadt Köln, ab 25.11.2020, 30 Tage

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt

...der Dinge#. Die Schatten der Dinge # 1

11.09.2020 - 03.01.2021
Museum Ludwig

Andy Warhol. Now

12.12.2020 - 18.04.2021
Käthe Kollwitz Museum Köln

ART DÉCO. Grafikdesign aus Paris

25.09.2020 - 10.01.2021
makk - Museum für Angewandte Kunst Köln

Danish Jewellery Box. Zeitgenössisches Schmuckdesign

28.11.2020 - 18.04.2021
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand

13.11.2020 - 28.02.2021
makk - Museum für Angewandte Kunst Köln

Hélène Binet – Das Echo von Träumen. Gottfried Böhm zum 100. Geburtstag

23.10.2020 - 28.03.2021
Museum Ludwig

John Dewey und die Neupräsentation der Sammlung zeitgenössischer Kunst im Museum Ludwig

20.08.2020 - 19.08.2022
Käthe Kollwitz Museum Köln

Maria Lassnig. Werke aus der Sammlung Klewan

03.10.2020 - 10.01.2021
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Poesie der See. Niederländische Marinemalerei aus dem 17. Jahrhundert

27.03.2020 - 28.02.2021
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Rebecca Unz. Kopfstudien. August-Sander-Preisträgerin 2020

01.12.2020 - 25.04.2021
Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln

REIZEND! Tanz in der Werbung

21.03.2020 - 28.02.2021
Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt

RESIST! Die Kunst des Widerstands

27.11.2020 - 02.05.2021
Museum Ludwig

Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung. Fragen, Untersuchungen, Erklärungen

26.09.2020 - 03.01.2021
Museum Ludwig

Sisi privat. Die Fotoalben der Kaiserin

24.10.2020 - 24.01.2021
Skulpturenpark Köln

ÜberNatur – Natural Takeover

01.08.2020 - 01.07.2022
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Von Becher bis Blume – Photographien aus der Sammlung Garnatz und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur im Dialog

01.12.2020 - 25.04.2021

Museum Ludwig

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  • Museum bietet: Führungen für Familien
  • Museum bietet: Parkplatz vorhanden
  • Museum bietet: Museumsshop
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  • Museum bietet: Führungen für Kinder/Jugendliche
  • Museum bietet: Angebote für Schulklassen
  • Museum bietet: Abends geöffnet
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  • Museum bietet: Führungen für Senioren
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  • Museum bietet: Gastronomie

Sisi privat. Die Fotoalben der Kaiserin
24.10.2020 - 24.01.2021

Ausstellung

Beschreibung

Wie viele Frauen gehobener Stände, sammelte auch Elisabeth von Österreich-Ungarn, genannt Sisi, in den 1860er Jahren Porträtfotografien – es war en vogue. Das Museum Ludwig verwahrt achtzehn ihrer Alben mit ca 2.000 Fotografien im sogenannten Carte de Visite Format; dies sind auf Karton fixierte Fotografien im Format von circa 6 x 9 cm. Darauf zu sehen sind Adelige – viele Mitglieder von Elisabeths Familie –, Berühmtheiten und Kunstwerke. Erst in den letzten Jahren wurden solche Alben als kreative Collagen, Ideenräume für soziale Gefüge und als Medium der Selbstreflexion wiederentdeckt. Unter den achtzehn Alben der Kaiserin finden sich auch drei „Schönheiten-Alben“.

„Ich lege mir ein Schönheiten-Album an und sammele nun Photographien, nur weibliche dazu. Was Du für hübsche Gesichter auftreiben kannst beim Angerer und anderen Photographen, bitte ich Dich, mir zu schicken“, schrieb sie ihrem Schwager Erzherzog Ludwig Viktor 1862 aus Venedig. Über den Minister des Äußeren ging jene Bitte kurz darauf auch an die Botschafter Österreichs in Konstantinopel, St. Petersburg, Paris, London und Berlin.
So kostbar die drei Schönheitenalben im Museum Ludwig gestaltet sind – etwa mit Amethysten, Messingbeschlägen, Goldschnitt, in Leder gebunden – so heterogen scheint auf den ersten Blick die Zusammenstellung. Wie kuratierte Elisabeth diese Werke in ihrer privaten Schönheitengalerie, ihrem Pendant zu eben jener von gemalten Porträts schöner Frauen im Nymphenburger Schloss? Und wieso der Fokus auf Frauen? Die Antwort lautet: Sie nutzte diese hoch inszenierten Bilder für die Konturierung ihres eigenen Images, denn sie war sich des Wechselspiels von Sehen und Gesehenwerden sehr bewusst. Die Jahre, in denen sie die Alben anlegte waren jene, in denen sie, wie ihre Biografin Brigitte Hamann schrieb, aus Wien „geflohen“ war und monatelang in Venedig, auf Madeira und Korfu lebte. In dieser Zeit der Abwesenheit aus Wien und des Sammelns von Fotografien reifte sie zu einer energischeren, selbstbewussteren Persönlichkeit, deren Schönheit legendär werden sollte. Und die Vorbilder ihrer Selbstinszenierung fand sie weniger im Adel, dem sie ohnehin kritisch gegenüber stand, als vielmehr bei den Stars der internationalen Bühnen. So empfand sie die kostbaren Kleider, die sie bei offiziellen Anlässen trug, auch eher als Verkleidung, sprach von „Geschirr“, in das sie gelegt war.
Mit etwa dreißig Jahren beschloss Elisabeth von Österreich-Ungarn, sich nicht mehr fotografieren zu lassen, nicht einmal mehr für eine medizinische Röntgenaufnahme. Und als sie in den 1880er Jahren begann, intensiv zu dichten, schrieb sie – die mit dem süßlichen Romy Schneider/Sissi-Charakter der Ernst Marischka Filme kaum etwas gemein hatte – „an die Gaffer“: „Es tritt die Galle mir fast aus, / Wenn sie mich so fixieren; / Ich kröch’ gern in ein Schneckenhaus / Und könnt’ vor Wut krepieren.“ In der Präsentation werden die Zusammenhänge zwischen ihrem geradezu obsessiven Sammeln von Frauenporträts und dem Bild, das sie von sich entwirft bzw. später verweigert, skizziert.

Die Präsentation wird unterstützt vom Österreichischen Kulturforum Berlin. Die Restaurierung der Fotoalben der Elisabeth von Österreich-Ungarn wird ermöglicht durch den Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder.


Link zur Ausstellung:

www.museum-ludwig.de

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