Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

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Martin Maleschka: Baubezogene Kunst in der DDR 1950 - 1990. Kunst im öffentlichen Raum - Dokumentarfotografie
20.03.2020 - 05.07.2020

Ausstellung

Beschreibung

Die Ausstellung ergänzt die Auseinandersetzung mit der „Kunst im öffentlichen Raum“. Nach der letztjährigen Präsentation „Im Fokus“ und ergänzend zu den StadtKunstTouren zur Kunst im öffentlichen Raum in Mülheim an der Ruhr richtet die Präsentation von Martin Maleschka den Blick nun auf die baubezogene Kunst der DDR. Sie gewährt einen Blick auf ein Erbe, das im Westen bislang kaum rezipiert ist.

Zur kulturellen Hinterlassenschaft der DDR gehört eine bemerkenswert große Anzahl von Kunstwerken im öffentlichen Raum. Als staatlich geförderte Auftragskunst für Stadtzentren, öffentliche Gebäude und Wohngebiete entstanden, formulieren diese nicht nur einen dekorativ-gestalterischen Anspruch, sondern vermitteln vielfach auch eine dezidiert politische Botschaft. Das Spektrum der Kunstwerke reicht dabei von fassadenfüllenden Großbildern oder Buntglasfenstern über dekorative Wände aus Betonformsteinen hin zu textilen Wandbehängen, freistehenden (Monumental-)Plastiken und Brunnengestaltungen. Die systematische „Bekunstung“ von Bauten entsprach dabei dem expliziten Willen der politischen Machthaber: Denn die schmucklos-strenge Architektur der neuerrichteten Plattenbauten konnte dem Anspruch nach einem „Ausdruck des Aufbauwillens“ (Walter Ulbricht) nicht gerecht werden.
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In der Ausstellung werden neben Abbildungen von bekannten Werken wie den Mosaiken von Walter Womacka am „Haus des Lehrers“, den Steingussreliefs von Waldemar Grzimek und Hubert Schiefelbein am Kino International (beide Berlin) oder Sighart Gilles monumentalem Deckengemälde im Leipziger Gewandhaus auch zahlreiche weniger prominente Beispiele von Rügen bis Zwickau vorgestellt. Einen Schwerpunkt bilden die umfangreichen Gesamtplanungen für die sozialistischen Planstädte Eisenhüttenstadt und Halle-Neustadt.

Seit 2005 ist Martin Maleschka von der Ostsee bis zum Erzgebirge unterwegs, um die oftmals akut von Zerstörung oder Verfall bedrohten Kunstwerke fotografisch zu erfassen und in einen (architektur-)historischen Kontext einzuordnen. Er ist an der Schnittstelle zwischen Kunst, Architektur und Fotografie tätig. Sein mehrere 10.000 Fotos umfassendes Bildarchiv gilt als umfangreichstes und bedeutendstes Archiv zur baugebundenen Kunst der Ostmoderne. Neben seiner Präsenz in den sozialen Medien realisiert er eine Reihe von Ausstellungen und Publikationen und hat einen wesentlichen Anteil an der Sensibilisierung von Fachwelt und breiter Öffentlichkeit für dieses Thema.

Link zur Ausstellung:

www.kunstmuseum-mh.de

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