Frauenmuseum

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100 Jahre Frauenpolitischer Aufbruch - vom Frauenwahlrecht zum Frauenmandat
03.10.2018 - 01.11.2019

Ausstellung

Beschreibung

Der erste Teil der Ausstellung thematisiert den Kampf um politische Partizipation anlässlich des 100 jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Stimmen laut, die politische Rechte für Frauen forderten. Die Aktivistinnen mussten viel Überzeugungsarbeit leisten – und das nicht nur bei Männern. Besonders im Rheinland stieß die Forderung nach dem allgemeinen gleichen Wahlrecht auf Skepsis bis Abwehr, viele Frauenrechtlerinnen bevorzugten das Dreiklassenwahlrecht für beide Geschlechter. Erschwert wurde ihr Engagement durch politische Vereins- und Versammlungsverbote für Frauen.

Nach der Erlangung des Wahlrechts 1918 waren Frauen in allen europäischen Staaten nur in sehr geringer Zahl im Parlament repräsentiert. Die Weimarer Republik startete für Frauen hoffnungsvoll: Im Deutschen Reich waren Frauen im ersten demokratisch gewählten Reichstag 1919 mit 9,6 % vergleichsweise gut vertreten, doch bei jeder Wahl nahm ihr Anteil ab, bis sie 1933 faktisch ihr passives Wahlrecht wieder verloren. Die meisten Kandidatinnen für die Landtags- und Reichstagswahlen bekamen keinen guten Listenplatz. Dennoch konnten die wenigen Parlamentarierinnen wichtige Rechtspositionen für Frauen durchsetzen.
Die Bonner Republik knüpfte an das Erbe von Weimar an. Nach der Erlangung der Gleichberechtigung im Grundgesetz 1949 forderten Frauen eine Überarbeitung der frauendiskriminierenden Paragraphen im BGB und Regierungsbeteiligung. Die erste westdeutsche Ministerin auf Bundesebene, Elisabeth Schwarzhaupt, trat erst 1961 ihr Amt an. Kanzler Adenauer hatte sich lange gegen eine Frau in seinem Kabinett gewehrt, doch musste er sich schließlich dem Druck der Frauen-Union beugen.

„100 Jahre Frauenpolitischer Aufbruch“ ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in
NRW. "100 jahre bauhaus im westen" ist ein Projekt des NRW-Ministeriums
für Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Rheinland und
Westfalen-Lippe. Schirmherrn ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin
für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Link zur Ausstellung:

www.frauenmuseum.de

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